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Erwachsenenbildung: Wenn Lernen zum Lachflash wird!

Teilnehmer zu mir: „Frau A., Sie sterben noch lange, ganz lange nicht. Sie erreichen Transzendenz. Ihr Wissen lebt in meinem Kopf weiter.“

Training und Coaching – klingt erstmal nicht nach Partystimmung, oder? Staubige Seminarräume, müde Gesichter, Energy-Drinks neben Tablets und Ordnern, Blicke aus dem Fenster, endlose Powerpoint-Präsentationen… Aber Moment mal! Was wäre, wenn wir das Ganze mal anders angehen würden? Was wäre, wenn Lernen auch Spaß machen könnte?

Stellen Sie sich vor: Ein Kursleiter oder Coach, der statt mit trockenen Fakten mit lustigen Anekdoten arbeitet, eine Kursleiterin die Erfahrungen aus ihrem Start ins Berufsleben erzählt („Na, Frau A., spielen Sie denn nun endlich Lottto?“) Ein Seminar, in dem statt stundenlangen Monologen interaktive Spiele, bei denen siche alle zum „Eumel“ machen und witzige RollenspieIle zum Einsatz kommen. Eine Weiterbildung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch gute Laune garantiert! Das können Sie jederzeit beim Sachsen Institut haben, wenn Sie mitlachen wollen. Lachen lockert auf, reduziert Stress und steigert die Motivation. Wer Spaß hat, lernt besser! Lustige Geschichten und witzige Beispiele bleiben besser im Gedächtnis als langweilige Fakten. Probieren Sie es aus! Humor schweißt zusammen. Ein humorvolles Lernumfeld fördert den Austausch und die Zusammenarbeit. Humor regt die Phantasie an und fördert kreative Lösungsansätze. Wer lacht, denkt anders! Mit dem richtigen Einsatz von Humor kann Lernen zu einem positiven und motivierenden Erlebnis werden. Probieren Sie es aus – Sie werden sehen, wie viel Spaß es machen kann, Neues zu lernen! 

Bonus-Tipp: Werfen Sie doch mal einen Blick auf lustige Lern-Videos! Sie werden überrascht sein, wie unterhaltsam Lernen sein kann!

Ich begann mit einer lustigen Anekdote und ende auch damit:

Stationsleitung eines mitteldeutschen Krankenhauses: „Erst schreibe ich den Schichtplan und dann räume ich die Fluchtwege für mich frei.“

Ästhetik für mehr Integrität in der Führung

Alte Bücher geben manchmal mehr im Impulse als die neueste Managementliteratur. Es lohnt sich immer wieder, hinein zu schauen.

„Aristoteles liefert mit seiner Definition des „Schönen“ eine Grundlage für Führungskunst: Die volle Schönheit und Harmonie eines Subjekts, Objekts oder Prozesses wird erst erreicht, wenn nichts mehr hinzugefügt oder entfernt werden kann.“ Diese Ästhetik dient als Leitfaden, um das Zusammenspiel von Verstand und Gefühl zu einer harmonischen Einheit zu verbinden.“ (Klaus-Dieter Matz: Mit klarheit führen, IFB Verlag Deutsche Sprache)“

Mein Kunstlehrer sagte dazu: „Ein Bild kann man auch totmalen.“

Wann handelt eine Führungskraft integer? Was hat Ästhetik damit zu tun? Eine Frage die sich immer wieder stellt.

Aristoteles, einflussreicher Philosoph der Antike, betonte die Bedeutung der Tugend für ein erfülltes Leben. Seine Ethik die auf der Entwicklung des guten Charakters basiert, bietet einen überraschend relevanten Rahmen für das Verständnis der Verbindung von Führung und Ästhetik.

Für den Philosophen ist Tugend die Mitte zwischen zwei Extremen (z.B. Mut zwischen Feigheit und Tollkühnheit). Ein tugendhafter Führer ist nicht nur kompetent, sondern auch moralisch integer. Diese Integrität hat eine ästhetische Dimension: Sie strahlt eine tiefe Harmonie und Schönheit aus, die andere anzieht und inspiriert. Ein solcher Führer verkörpert Exzellenz, sowohl in Bezug auf seine Fähigkeiten als auch auf seinen Charakter.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die praktische Weisheit. Eine gereifte Führungskraft besitzt nicht nur die richtigen Tugenden, sondern weiß auch, wie er sie im richtigen Moment und in der richtigen Weise einsetzt. Diese Fähigkeit, situationsgerecht zu handeln, hat eine ästhetische Komponente: Es ist die Fähigkeit, Eleganz und Anmut in der Handlungsweise zu zeigen, die über bloße Effizienz und Macht hinausgeht. Handlungen sprechen lauter als Worte. Durch sein Verhalten und seine Entscheidungen formt er die Werte und Normen einer Gemeinschaft und inspiriert andere.

Wie Sie Mitarbeitergespräche souverän führen

Das Sachsen Institut bietet Ihnen jetzt neu 4 thematische Module zu Mitarbeitergesprächen, die ganz individuell für Sie und Ihr Unternehmen einzeln und zusammen buchbar sind. 

Modul 1: So meistern Sie Ihr Mitarbeitergespräch

Die richtige Vorbereitung; Wie Sie Ihr Mitarbeitergespräch auf den richtigen Weg bringen

  • Nutzen der Gesprächsvorbereitung
  • Beachtenswertes: Planung der Eckdaten, organisatorischer Ablauf, Einstellen auf den Gesprächspartner, inhaltliche und Vorbereitung der notwendigen Unterlagen
  • Vorbereitungseffekte von Checklisten

Der stimmige Gesprächsleitfaden: Wie Sie Gesprächsleitfäden erarbeiten oder vorgegebene für Ihre Zwecke nutzen

Je nach Bedarf der Teilnehmer:

  • Anforderungen an einen Gesprächsleitfaden und dessen Inhalte
  • Effekte von Gesprächsleitfäden, Notizformularen und Checklisten für die eigene Praxis
  • vorgegebene Gesprächsleitfäden für eigene Zwecke nutzen
  • Leitfaden als Spickzettel: Beispiele, dass starre Checklisten das Gegenteil von Zugewandtheit bedeuten

Die perfekte Technik: Welche Gesprächsarten und -techniken es gibt und welche rhetorischen Regeln Sie mit Gewinn anwenden sollten

  • Wirkung erfolgreicher Gesprächsarten: Dialog, partnerschaftlich-autoritäres Gespräch, direktives/nondirektives Gespräch, qualifizierte Beratung,…
  • Geheimnisse einer gekonnten Gesprächsführung: Small Talk, Perspektivenwechsel/Empathie, Motivation vor Forderung, Einwand-/ Vorwandbehandlung, kooperative Argumentation, Schlagfertigkeit
  • Nachdrückliche Fragetechniken und -arten (offene/geschlossene Fragen, Informations-, Lösungs-, Gegen-, Motivations-, Kontrollfragen) und Folgen in Beispielen demonstrieren und trainieren (z.B. Suggestivwirkung)
  • Praxisrelevante Gesprächsregeln: z.B. Verständlichkeit (einfache Sprache, Gliederung, zeitliche Begrenzung etc.)

Modul 2: So proben Sie Ihr Mitarbeitergespräch

Wichtige Mitarbeitergespräche von A bis Z beherrschen: Worauf Sie je nach Gesprächsart (Anlass, Thematik, Gesprächspartner) unbedingt achten sollten

Je nach Bedarf des Unternehmens und der Teilnehmer

  • Persönlichen Methodenkoffer für wiederkehrende Gespräche konzipieren
  • Erkennen von Besonderheiten und Inhalten für z.B.:
    • Abschiedsgespräche
    • Anerkennungs-/Förder-/Beförderungsgesprächen
    • Beurteilungsgesprächen
    • Kritik-/Disziplinargesprächen
    • Einführungsgesprächen/Rückkehrgesprächen
    • Jahresgesprächen
    • Zielvereinbarungsgesprächen
    • Gespräche mit heiklem Gesprächsinhalt (betriebliche Maßnahmen begründen, verhaltensbedingte Aspekte, Versetzung, Mobbing etc.)
  • Gespräche ohne Anlass – notwendig oder überflüssig?

In Rollenspielen und branchenspezifischen Fallstudien anstehende Gesprächsszenarien proben: Was Sie aus dem Training der Gesprächsarten für Ihre Praxis mitnehmen können

  • Erleben von Gesprächen nach vorgegebenen oder von Ihnen selbst vorgeschlagenen Situationen
  • Training Ihrer branchenspezifischen Themen (z.B. schwierige Klienten, Schichtplanung etc.)
  • Diskussion und Feedback zu den Rollenspielen
  • Leicht anwendbare Leitlinien für die eigene Praxis

Modul 3: So sprechen Sie heikle Themen souverän an

Schwierige Gespräche positiv nutzen: Wie Sie Schwierigkeiten konstruktiv ausräumen

  • Erarbeitung und Training von Gesprächssituationen zu:
    • Betriebliche Veränderungsmaßnahmen begründen
    • Minderleistung
    • Ablehnung im Team
    • Intrigante Mitarbeiter, Störer und Mobbing
    • Unentschuldigtes Fehlen/hohe Fehlzeiten
    • Diebstahl
    • Sucht
  • Arbeitsrechtliche Grenzen beachten/BR einbeziehen

Richtige Intervention einsetzen: Wie Sie Ablenkungen, Schuldzuweisungen und Drohungen begegnen können und Abbruchkriterien festlegen

  • Kommunikationsregeln für den leichteren Umgang mit schwierigen / sensiblen / entwicklungsverzögerten Mitarbeitern
  • Fragen zum Erforschen von Fehlentwicklungen
  • Regeln zum Ansprechen von schwierigen Inhalten (sachlich – schonend -motivierend – konstruktiv – positiv endend): Schwieriges ansprechen, freche Antworten kontern
  • Wirkungsvolle Formulierungsbeispiele als Reaktion auf Ablenkung, Widerstand Schuldzuweisung oder Drohung
  • Festgefahrene Situationen professionell entschärfen und neue Gesprächsbereitschaft herstellen
  • Gemeinsames Erarbeiten von Abbruchkriterien in Gesprächen

Störungen der Arbeitsatmosphäre: Wie Sie in kooperativer Argumentation wieder ein positives Arbeitsklima schaffen und (Verhaltens)Fehler beseitigen

  • Verhaltenshypothesen aufstellen und im Gespräch erfragen: Entwicklungsfähigkeit und -bereitschaft
  • Hilfsmittel Checkliste: Warum gibt der Mitarbeiter unangemessene Antworten?
  • Tools zur Diagnose des Arbeits- und Betriebsklimas
  • Einstellungsänderungen nachhaltig machen: Wie Sie Einverständnis und Erfolge langanhaltend für sich und den Mitarbeiter schaffen

 Modul 4: So führen Sie das Mitarbeitergespräch für Ihre Unternehmenszukunft

Neue Gesprächsformate etablieren: Wie Sie 360-Grad-Feedback, Performance Dialog, Agiles Coaching als zukunftsorientierte Mitarbeitergespräche führen

  • Erfordernisse der hybriden und digitalen Arbeitswelt mit Fachkräftemangel erkennen und an Praxisbeispielen lernen, Grenzen der klassischen Mitarbeitergespräche zu verschieben
  • Innovative Gesprächssituationen durch Beispiele und Diskussion kennenlernen
    • 360-Grad-Feedback als Entwicklungschance für die eigene Persönlichkeit (im Vorfeld als Aufgabe geben – mit Teilnehmern einzeln auswerten?)
    • Performance Dialoge: Dialogimpulse geben – Frühindikatoren gemeinsam finden – aus Feedback lernen – Reflexion initiieren
    • Agiles Coaching – Gespräche im Kontext einer sich immer schneller verändernden Unternehmensumwelt – Hilfen zur Abstimmung

 Gesprächsbedarfe der Generationen aufnehmen: Wie Sie Empathie für den motivierten Einsteiger wie für den Spitzenkönner aufbringen

  • Anpassen der Gesprächssituation am Reifegrad des Mitarbeiters
  • Gesprächsbedarfe und -erwartungen der unterschiedlichen Generationen im Arbeitsleben kennenlernen und berücksichtigen

 Praxistransfer sicherstellen: Wie Sie mit mehr Sinnhaftigkeit den Mitarbeiter zum Erfolg führen

  • Gemeinsames Erarbeiten, wie sich dem Mitarbeiter Sinnhaftigkeit und Beteiligung vermitteln lassen: vom Storytelling zu Zielen/Leitbild
  • Herausarbeiten der eigenen Rolle: Bedeutung der Führungskraft als Sinnstifter

Der Preis pro Modul beträgt 800 Euro. Die Module sind auch online buchbar. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Z-Force im Büro – Wie die Generation Z die Arbeitswelt revolutioniert

Sie mögen es snackable, sind frech, bunt, divers, vegan, umweltbewusst, hedonistisch, sensibel und sind schnell verärgert. Sie sind aber auch moderne Nomaden, wollen chillen und Spaß und sind SO anders. Oder?

Die Generation Z, geboren 1995 und 2012, startet ins Berufsleben und meint mit 18 Jahren schnell einmal am Familienkaffeetisch: „Also, ich möchte nur Teilzeit arbeiten, weil ich sonst keine Zeit mehr für meine Hobbys habe.“ 

Gibt es die Gen Z überhaupt? Und was ist dran an deren Sonderwünschen und geringer Arbeitsmoral?

Hier soll es um die Generation Internet gehen, den 90 % verfügen über ein Social-Media-Profil Der häufigste Kommunikationsweg ist das Smartphone. Es wird mühelos zwischen digitaler und analoger Welt gewechselt. Diese Generation ist über Videoportale und Social Media vernetzt, kennt Pet- und Foodfluencer ebenso wie Renzo. Sie erhebt Anspruch auf eine digitalisierte mobile Welt, aber Digitalisierung sagt ihnen nichts – sie sind digital. Für eine Mehrheit ist stabiles WLAN bei einem Arbeitgeber wichtiger als das WC.

Die Gen Z ist aber auch FOMO (fear of missing out), d.h. sie muss immer auf den neuesten Stand sein und hat Angst, etwas zu verpassen. Eine enorme Flut an Informationen und der Teufelskreis der Informationsüberlastung (Tanzpädagogik oder lieber Ernährungswissenschaft oder lieber Kultur- und Medienpädagogik?) macht ihr ebenso zu schaffen wie unendliche Optionen (21.000 Studienrichtungen, 1500 Universitäten und Hochschulen, 320 Ausbildungsberufe). Der ständige Vergleich über Social Media mit anderen führt oft Unzufriedenheit mit eigenen Entscheidungen. Oft sind sie mit ihrer Berufswahl völlig überfordert, was auch mit der Einstellung der Berufsberatung während der Pandemie zu tun hat. Ihr Leitspruch „Alles ist erlaubt, wenn es aus dir kommt.“ wird damit für sie zur Qual.

Wohl behütet unter den kreisenden Helikopter-Eltern im Neoliberalismus aufgewachsen, drängen diese geburtenschwachen Jahrgänge mit hohem Selbstbewusstsein nun ins Berufsleben und stellen manchen „alten Hasen“ vor neue Herausforderungen. So war vielen Unternehmen das „Ghosting“ im Bewerbungsprozess nicht bekannt oder wie eine Vertreterin der jungen Leute sagt: „Dann habe ich mich einfach nicht mehr gemeldet. Ich meine das ja nicht böse. Ich habe es einfach vergessen.“  Man könnte gehässig sagen: „Siehste, jetzt ist es einmal anders herum!“ Es ist die erste Generation, die nicht oder weniger um Arbeits- und Ausbildungsplätze konkurrieren muss. Niemand muss mehr 375 Bewerbungen schreiben, um seinen ersten Job zu erhalten.

Damit äußeren die Vertreter der Gen Z Wünsche nach freier Entfaltung und dennoch unbefristeten Verträgen, nach Flexibilität und Wechsel, ständigem Feedback, aber keiner Kritik. Sie wollen keine work-life-balance mehr wie ihre Vorgänger der Generation Y, sondern sie fordern work-life-separation – die Entgrenzung von Privatleben und Arbeit. Wie sollten Sie demnach mit der Gen Z im Berufsleben oder Studium umgehen? Vielleicht hilft Ihnen dabei eine Veranstaltung des Sachsen Instituts. Sprechen oder schreiben Sie uns an!

Johann Wolfgang von Goethe war übrigens auch ein Vertreter der Gen Z. Das glauben Sie nicht? Er brach sein Studium in Leipzig ab, nachdem er eher seiner Liebschaft nachgestellt oder Auerbachs Keller besucht hatte, statt in die Bücher der Juristerei zu schauen. Reumütig und krank kehrte er zu seinem Vater nach Frankfurt am Main zurück.

Goethe meinte in Leipzig übrigens: „…wie sich mein Erdgeruch und Erdgefühl gegen die schwarz-, grau-, steifröckigen, krummbeinigen, Perückengeklebten, Degenschwänzlichen Magisters, gegen die Feiertagsberockten… begegnet sind…“ (Quelle: Manfred Zittel: Erste Lieb‘ und Freundschaft, Goethes Leipziger Jahre) Wie rief er also: „Okay, Boomer!“

Künstliche Intelligenz und ChatBots verstehen keine Witze

Kennen Sie den? „Fragt die Ehefrau ihren Gatten: „Was magst du mehr, meinen wunderschönen Körper oder meine überragende Intelligenz? Er, nach kurzer Überlegung: „Eher deinen Sinn für Humor.“

„Die Ehefrau könnte auf seine Antwort reagieren, indem sie entweder lacht oder fragt: „Aber mal im Ernst, was findest du wirklich attraktiv an mir?“ Es hängt von ihrem Tonfall und ihrer Beziehung zueinander ab, wie sie darauf reagiert.“

Die neu installierte KI auf meinem Smartphone gibt Tipps, um sich gegen weibliche Stereotype zu wehren, scheitert aber am Verständnis des Witzes. Was wäre, wenn die KI diese Pointe in Zukunft versteht?

Die Programme halluziieren immer noch Fakten, die nicht der Realität entsprechen, machen grobe Fehler. Erstaunlich, dass die Börse diesen fehlerhaften Antwortgeber so mag. Erstaunlich, dass Schüler und Studierende ihr die Hausarbeiten und Referate anvertrauen. Erstaunlich aber auch, wie schnell sich Plagiate mit ihr erkennen lassen.

Mich bewegen nun ganz andere Fragen, die eher ethischer oder philosophischer Natur sind. Was passiert, wenn diese fehlerhaften Informationen, die nur auf dem Zugriff auf eine Datenbank beruhen, immer mehr Einzug in unsere Realität nehmen? Was soll ich von Menschen denken, die diesem Frage-Antwort-Spiel blind vertrauen? Trotzdem ist die Wissenschaft in Aufruhr. Schon lange vollbringen Programme Leistungen, die wir beim Menschen mit Intelligenz assoziieren.

Etwas zu verstehen hat mit dem Hinterfragen, mit Übungen, der Situation, der Erfahrung zu tun. Dafür braucht man eine eigene Persönlichkeit und Geschichte, Erfahrungen und Emotionen. Es gibt nur eine Art des Verstehens – die zu einer menschlichen Frage.

Ist es deshalb wirklich möglich, als Unternehmen die eigene Produktivität mit ChatBots zu erhöhen? Large Language Models bestehen inzwischen Prüfungen an Universitäten, programmieren PlugIns und PC-Codes, erstellen eine website oder designen schneller als ein Mensch ein gewünschtes Bild.

Schon gibt es Nachfolgeversionen, die nicht mit Befehlen (Prompts) angelernt werden müssen, sondern die selbständig Lösungswege überlegen und dazulernen. Das könnten eigenständige Entscheidungen sein, die sich kaum kontrollieren lassen. GPT-4 weiß ungefähr hundertmal mehr als ein einzelner Mensch wissen kann. Kann solch eine Maschine mit statischer Rechenleistung Dinge erkennen, die uns Menschen verborgen bleiben? Entsteht eine neue Rationalität? Wie wird sich die Realität in Ihrem Unternehmen verändern?

Noch ist ChatGPT nur eine auf Chats fokussierte Version (Generative Pretraining Transformer) deren Vorgängerversionen noch Anweisungen in Programmiersprache brauchten. ChatGPT versteht nun Befehle in „normaler“ Sprache, was sie für Privatnutzer und die Geschäftswelt interessant macht.  Aber, wie meine Beispiele zeigen, nur weil es ChatGPT gibt und es eine durchschnittliche Benutzererfahrung bietet, die Suchmaschinen gleicht, heißt das nicht, dass man diese Technologie überall einsetzen kann und sollte. Das ChatGPT-Modell nutzt eine Datenbank aus dem Jahr 2021. Es hat bisher keinen Zugang zu aktuelleren Informationen.

Wichtig ist es, sorgfältig zu analysieren, wo KI im Unternehmen tatsächlich von Nutzen sein kann. Hier sind vor allem kurze Übersetzungen, das Schreiben und Verbessern von Codes und Plug-Ins, Brainwriting und -storming in einer ersten Phase, Contenterstellung und Prozessautomatisierung in der Kundenarbeit zu nennen.

Kunden standen ChatBots zwar lange skeptisch gegenüber, inzwischen werden sie oft sogar gefordert. Allerdings ist Open AI mehr als ein normaler UnternehmensChatBot, was die Nutzung zu einer riskanten Angelegenheit macht. Momentan ist die Technologie noch auf einem Stand, der kaum wissenschaftliches Arbeiten und Hilfen bei Forschungsvorhaben bietet. Leider ist ebenfalls die Frage des Urheberrechts nicht geklärt, da die Technologie Zugriff auf Texte in Social Media und auf die MS-Office-Lizenzen hat. Das GPT-Modell muss trainiert werden, durchkämmt riesige Datenmengen, wofür es immense Rechenleistung benötigt. Fehlt der Zugang zu großer (teuerer)  Rechenleistung, um ein ähnliches Modell für das eigene Unternehmen einzurichten, bleibt die Anwendung mit Risiken verbunden.

ChatGPT hat ohne spezielles Training keine eingebaute „Ich weiß nicht“-Antwort. Das heißt: Es wird jede Frage beantworten, unabhängig davon, ob die Antwort richtig oder falsch ist. Im Geschäftsleben muss das vermieden werden. Jetzt stellen Sie sich bitte vor, ein Kunde suchte Infomationen über Ihr Unternehmen…

Wer nun denkt, das sei ein weiteres Tool, um Prozesse zu digitalisieren, liegt vielleicht falsch. Wir werden Abläufe und das Ineinandergreifen von Tätigkeiten im Geschäftleben neu erfinden müssen. wir werden Kreativität und Führung neu denken müssen. Die Entwicklung geht weiter. Wir sollten den Willen aufbringen und in der Lage sein, mit neuen Werkzeugen die Welt zu erkunden. Es funktioniert nicht ohne die digitale Transformation und nicht ohne ein menschliches Miteinander. Seien wir neugierig. Gut, dass wir Menschen mit ganz eigener Geschichte, Allgemeinwissen und Emotionen sind. Gut, dass wir uns für bestimmte Dinge interessieren und für andere nicht. Gut, dass wir uns Witze erzählen können.

 

Wer kann schon immer Vorbild sein?

Eltern, Führungskräfte, Dozenten, Trainer, Coaches und vielleicht auch Personen des öffentlichen Lebens wissen um die Schwierigkeit, Vorbild sein zu „müssen“. Doch das Leben treibt seine Spielchen mit uns. Wir haben schlechte und gute Tage. Wir können demzufolge diesen Erwartungen nicht immer nachkommen. Wollen wir es denn auch? Sich gehen zu lassen, kann das eigene Befinden manchmal sehr verbessern.

Worauf kommt es aber nun an?

Keine Floskeln sind Begriffe wie Wahrhaftigkeit, Berechenbarkeit, Verbindlichkeit und Wertschätzung und wollen täglich aufs neue wieder erarbeitet sein. Auch der humorvolle Umgang mit eigenen Unzulänglichkeiten sollte einbezogen werden. Konsequent wäre es, beim Erkennen eigener Grenzen nicht weiter in die „Höhe“ zu streben, sondern den Dingen Tiefe zu geben. Oft fragen mich Kunden: „Frau Apel, warum machen Sie das nicht?“ Manchmal antworte ich: „…weil ich in der Regionalliga spiele und nicht in der Bundesliga.“ Das ist mein Anspruch: lieber in der Regionalliga ein gutes Spiel gehabt zu haben als in der Bundesliga ein schlechtes. Zu einem glücklichen Berufsleben zählt manchmal die Einsicht in eigene Grenzen.

Im Internet wie in der Literatur finden und werden sich immer neue Worthülsen finden, die sich dem jeweiligen Zeitgeist anpassen und nicht weiterhelfen. Selbstdisziplin, das Vorleben dessen, was es im Brechtschen Sinne heißt „die Mühen der Ebene“ zu durchschreiten, das Abwägen von Geradlinigkeit und Lockerheit, Struktur und Freiraum, Nähe und Distanz führen zu einer Sogwirkung, die andere Menschen erfassen kann, wenn sie offen dafür sind.

Friedrich Fröbel, der berühmte Pädagoge, fasste es kurz zusammen „Erziehung ist Liebe und Vorbild“.

Lassen Sie es bitte auch nicht an Fröbels zweitem Wort mangeln: Liebe. Oder wenigstens Wertschätzung. Verständnis. Menschlichkeit.

Nein, niemand will und muss immer Vorbild sein. Authentisch zu handeln, mich und andere kennenzulernen und zu kennen, kann ein erster Schritt sein, anderen einen Weg zu zeigen.

Herzlichen Dank für 15 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

Das Sachsen Institut feiert 15jähriges Bestehen.

Wie heißt es so schön: „Nicht unsere Arbeit macht uns zu dem, was wir sind, sondern das, was wir aus unserer Arbeit machen.“

Zur Arbeit gehören Sie: unsere Kunden! Deshalb wollen wir uns an dieser Stelle ganz herzlich für 15 fordernde und fördernde Jahre mit Ihnen bedanken.

2007 machten wir uns mit dem Sachsen Institut auf, die Entwicklung unserer Kunden begleiten zu wollen. Jetzt ist es Zeit zurückzuschauen.

Das individuelle Entwicklungspotenzial unserer Kunden, Teilnehmer oder Coachees stand und steht immer im Mittelpunkt unseres Handelns. Dabei sind wir weder die „Kommunikationstrainerin mit dem bunten Schal“ noch der „alles besser wissende Coach“ gewesen. Wir wollten und wollen Ihnen seriös und auf Augenhöhe begegnen und  bereichernde Partnerschaften gestalten. Das ist uns gelungen, aber nicht zuletzt auch Ihr Verdienst. Durch Ihre Erwartungen und Anregungen konnten auch wir uns weiterentwickeln, denn an dem Leitsatz von 2007: „Ihre Entwicklung ist unsere Entwicklung.“ hat sich nichts verändert.

Wir bemühten uns, menschliche und geschäftliche Partnerschaften zu pflegen, Wege vorzuschlagen, Wegweiser aufzustellen.

Es bereitete uns stets große Genugtuung und Freude, wenn Sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlten, Ihre Ziele erreichten. Dabei noch Freude und Spaß am eigenen Vorankommen zu vermitteln, erfüllt uns mit Stolz.

Ein Teenie ist mit 15 Jahren in der Pubertät. Er darf abends länger ausgehen. Vielleicht schwärmt er unsterblich für die große Liebe, macht sich erste Gedanken um seine Zukunft. Doch entwickelt er sich auch zu einem reflektierenden Menschen. Er erlernt abstraktes, hypothetisches Denken. Seine sozialen Beziehungen bauen sich auf. Kurzum: Der jugendliche Mensch erfährt Wesentliches, was ihn auf seinem weiteren Lebensweg prägen wird. So hoffen wir: Auch Sie haben mit uns Wesentliches erfahren, sodass wir wie der 15jährige junge Mensch freudig und neugierig nach vorn schauen, was uns in Zukunft in unserer gemeinsamen Zusammenarbeit erwartet. Wir freuen uns sehr darauf.

Es bleibt noch ein Wort an alle Menschen, die uns auf diesem Weg begleiteten und Rückenwind gaben, der meist bergauf ging, manchmal bergab, plötzlich unverhofft Windungen machte, über weichen Waldboden und harte Steine führte, uns Täler durchschreiten ließ und Gipfel mit famoser Fernsicht bereit hielt:

DANKE.

Ihre Ute Apel

 

 

Reifegrad und Infantilismus im Geschäftsleben

Die Menschen starten immer später ins Berufsleben. Rund 28 %  haben dabei überzogene Karriereerwartungen, sagen Studien. „Ich will was mit Gruppen…“ oder „Ich will was ohne Menschen…“ als Berufserwartungen in einem Alter von 20-40 Jahren sind ebenso kindisch und unrealistisch wie mit Avataren gesteuerte elektronische Weiterbildungen. Diese und weitere Varianten des Kindseins in der Business-Welt begegnen mir immer häufiger. Wir sind von Kindsköpfen umgeben und sind es manchmal jedoch auch selbst. Das Kind in uns zieht es zum Schaukeln auf den Spielplatz, zum Duzen von uns unbekannten Kunden, zu legerer Freizeitkleidung im Alltag und Beruf. Infantil ist die Sehnsucht mündiger Erwachsener nach Unreife. Infantil ist die Weigerung, altersbedingte Grenzen anzuerkennen – zwischen dir und mir, alt und jung, Mann und Frau, Mitarbeiter und Vorgesetztem, Wissen und Unwissen. Niemand macht Kindern einen Vorwurf, wenn sie unbedarft die Hand nach einem Hund ausstrecken, der sie nicht kennt. Das Tier schnappt zu. Wir wissen das. Oder wenn sie alle in ihrer Umgebung duzen, auch die ältere Generation, auch Fremde. Sie gehen interessengeleitet vor, heute das und morgen jenes steht in ihrem Fokus. Kinder dürfen das. Und wir Erwachsenen in unserer Business-Welt?

Erwachsene, die wie ein Kind agieren, das sie nicht mehr sind, stellen einen traurigen Fall dar. Sie fingieren einen Stand von Unmündigkeit, den sie überwunden haben sollten, um ihren Beitrag für ein Unternehmen leisten zu können. Sie berufen sich auf jenen Verstand, auf den sie verzichten. Dem sozialen Zusammenhalt im Beruf schaden sie, denn sie ignorieren wesentliche Entwicklungen. Jeder Sinn für Gemeinschaft verkümmert, wenn wir im Stil der Sesamstraße miteinander verkehren. Infantil ist auch die Idee, in der Sprache „böse“ Worte durch „gute“ ersetzen zu können und Probleme lösen sich von allein.

Schaut man in die Psychologie, ist Infantilismus eine Form von hemmungslosen, undisziplinierten Verhaltensweisen wie beispielsweise Trotz, Egozentrik oder Imponiergehabe oder allgemein im Fehlen einer altersentsprechenden Selbst- und Metareflexion und mündet in eine soziale und emotionale Unreife.

Marketingexperten verwandeln in Werbung und Verkauf die Tendenzen inzwischen lange in Geld.

Wie arbeite ich im Unternehmen jedoch mit mündigen, erwachsen denkenden Mitarbeitern zusammen? Wie können aus Mitarbeitern, die sich „verhalten“ Mitarbeiter werden, die handeln? Was macht Schillers Unterschied zwischen Brotgelehrten und dem philosophischem Geist aus?

Erkennen Sie den Reifegrad Ihrer Mitarbeiter! Entwickeln Sie Ihren Führungsnachwuchs im Unternehmen!  Fördern Sie Ihre eigene Entwicklung! Das Sachsen Institut Leipzig unterstützt Sie dabei!

Was ist Bildung mit Praxistransfer wert?

Ab und zu erhält das Sachsen Institut Anfragen für Unternehmenstrainings. So flatterte auch neulich wieder eine Anfrage eines Unternehmens aus dem Freistaat Sachsen im Schnabel des Thunderbird zur Entscheidung herein. Das, was man da unternehmensintern geschult haben möchte, umfasste mindestens 2 Seiten des Inhaltsverzeichnisses eines HR-Lehrbuches. Man dachte an Schulung zu onboarding ebenso wie an das Binden von Mitarbeitern. Kostenneutral natürlich. Kosten darf es nichts. Ja, und ein bisschen Employer Branding wollte man auch gleich noch. Dann eine Prise Mitarbeitergespräche obenauf. Das alles selbstverständlich so im Schnelldurchlauf an einem Tag.

Etwas weiter unten stand ein Preis, der für einen seriösen Anbieter nicht realisierbar ist.

Warum existiert immer noch und immer wieder die Meinung, dass die Dienstleistung Bildung nichts kosten darf?  Warum konzipiert man Bildungsmaßnahmen für seine Mitarbeiter nach dem Prinzip „Gießkanne“: von allem etwas, aber nichts richtig. Warum heißt es immer noch: „Wir müssten da mal was im Bereich Personal machen…“?

Nicht jeder muss sich als Marketingexperte mit Preisstrategien auskennen, um zu erkennen, dass Qualität kostet. Sicher findet das ausschreibende Unternehmen auch zu dem angegebenen Geldbetrag einen Anbieter. Und dann? Veranstaltung abgearbeitet? Oder soll da noch etwas kommen? Personalentwicklung? Training on the job? Praxistransfer? Sensibilisierung für bestimmte Themen? Aufmerksamkeit und Motivation für Mitarbeiterinteressen?

Meine Großmutter hatte einen Spruch: „Ich bin zu arm, um billig zu kaufen.“ Warum sollte meine Großmutter klüger sein als einige Personalverantwortlichen?

Nun, wenn Sie mal wieder „etwas“ im Bereich Personalentwicklung „machen wollen“, steht Ihnen das Sachsen Institut gern als Partner zur Seite. Ich mache Ihnen auch einen guten Preis!

Brauchen wir eine neue Business-Etikette für unser digitales Miteinander?

Als ich mit 23 Jahren mein Studium beendet hatte und in einem meiner ersten Bewerbungsgespräche saß, fragte mich mein Gegenüber, ein älterer Herr, ob ich mit der Schneckenzange umgehen könne. Wie bitte? „Schneckenzange“, ratterte es durch meinen Kopf, „Was soll das sein?“ Ich dachte an einen Werkzeugkasten, den der Klempner mit dabei hat und aus dem er eine Rohrzange holt. Auf dem Nachhauseweg fiel mir dann ein, dass der Herr wohl ein Teil des Essbestecks meinte, mit dem man Schnecken knackt, um an ihren Inhalt zu kommen und diesen nach feiner französischer Art zu verspeisen. Nun ja, auf manchen Kundenempfängen ist das wohl wichtig. Der Umgang mit Schneckenzangen gehört jedoch bis heute nicht zu meinen Hauptkompetenzen, obwohl ich viele wichtige Regeln der Business-Etikette inzwischen verinnerlicht habe und dazu  Seminare und Coachings anbiete.

Alte, überholte Regeln der Business-Etikette werden vielfach belächelt. Small Talk? Wer setzt sich zuerst? Wer stellt wen vor? Nun gut, es muss ja nicht gleich der Umgang mit Hummerscheren oder Schneckenzangen sein.

Doch was machen wir mit Teammitgliedern, deren Handy immer im Meeting klingelt? Warum spricht die junge Mitarbeiterin am Tisch im Pausenraum nicht mit uns, sondern hat sich die Ohren wie jeden Tag verstöpselt und starrt auf ihr Smartphone? Warum ruft mich mein Chef noch um 21:30 Uhr an, weil er etwas von mir möchte? Darf er das? Darf ich in der Telefonkonferenz die Kamera auslassen, weil ich meine Sammlung von Murano-Glas und Matchbox-Autos niemand zeigen möchte? Gibt es überhaupt noch eine Kleiderordnung im digitalen Zeitalter? Wie begrüßt und verabschiedet man sich jetzt richtig in der Whats-App-Gruppe? Hat doch der Kollege schon wieder mein Postfach auf dem Rechner mit süßen Katzenvideos gefüllt… Darf der Chef E-Mail-freie Zeiten pro Tag für alle einführen? Sollte ich am Wochenende alle dienstlichen Geräte ausschalten? Wie sieht eine gute Online-Präsentation aus? Wie sprechen wir wertschätzend einen potenziellen neuen Geschäftspartner in Xing oder Linkedin an? Was sollten wir in Social Media von uns preisgeben?

Fragen über Fragen… Was denken Sie? Brauchen wir ein verbindliches Digital-Knigge? Hätte der Freiherr von Knigge es längst erfunden? Wie gehen Sie mit Unsicherheiten um?

Sind Sie neugierig, was ich im Bewerbungsgespräch noch gefragt wurde? Ja, man wollte wissen, ob ich Walzer tanzen kann. Die Stelle bekam ich trotz der positiven Antwort nicht. Es lag wohl an der Schneckenzange.